TSE an der Kasse – Was muss getan werden?

Die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) ist seit Januar 2020 gesetzlich vorgeschrieben. Mit ihr ist unmittelbar auch die Bonpflicht verbunden. Doch was bedeutet die TSE konkret für Händler? Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Vorgaben zu erfüllen?

DIE BONPFLICHT

Wer mit einer elektronischen Kasse arbeitet, der ist seit Anfang 2020 dazu verpflichtet, alle Geschäftsvorfälle mit Belegen nachzuweisen. Diese Belege müssen den Kunden zur Verfügung gestellt werden – entweder als Ausdruck auf Thermopapier oder digital. Ärgerlich für den Händler: Der Kunde muss den Kassenbon nicht mitnehmen. Wenn Sie absolut der Meinung sind, dass die Bonpflicht für Ihr Business nicht zumutbar ist, können Sie sich ans Finanzamt wenden und eine Befreiung von der Pflicht beantragen. Dann wird im Einzelfall entschieden. Achtung bei der Übermittlung der Belge per E-Mail: Sie brauchen die vorherige Zustimmung des Kunden!

TSE - DIE ZERTIFIZIERTE TECHNISCHE SICHERHEITSEINRICHTUNG

TSE ist die Abkürzung für die „Technische Sicherheitseinrichtung“, die aus einem Modul, einem Speicher und einer digitalen Schnittstelle besteht. Sie ist Bestandteil der Kasse und hat den Zweck, dass die Übermittlung der Daten ans Finanzamt sicher und manipulationsfrei erfolgt. Die Geschäftsvorgänge werden also so dokumentiert und weitergegeben, dass es niemandem möglich ist, nachträglich Zahlen zu ändern oder zu löschen. Das geschieht, indem das Kassensystem unmittelbar alle Vorgänge an die TSE weitergibt.

Neben der hardwarebasierten TSE gibt es auch cloudbasierte Lösungen. In jedem Fall muss die TSE aber zertifiziert sein. Es gibt eine kleine Übergangsregelung für alle Kassen, die nicht mit einer TSE aufzurüsten sind. Sie dürfen noch bis Ende 2022 benutzt werden, sofern sie nach dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafft wurden. Erkundigen Sie sich hier aber bitte persönlich bei Ihrem Steuerberater, ob für Sie eine Ausnahme gilt. Durch die technisch einheitliche Aufrüstung der Kassen, kann da Finanzamt künftig mit einer entsprechenden Prüfsoftware in kürzester Zeit alle Geschäftsvorgänge kontrollieren und abgleichen.

DIE KASSENMELDEPFLICHT

Ein dritter Punkt der Verordnung besagt, dass Sie Ihr elektronisches Kassensystem mit zertifizierter TSE dem Finanzamt melden müssen. Auch hierbei kann Ihnen Ihr Steuerberater helfen, die Meldung richtig auszufüllen und die vorgeschriebenen Fristen einzuhalten. Sie können sich auch mit Ihren Fragen direkt ans Finanzamt wenden.

DIE KASSENPFLICHT

Viele kleine Händler und Dienstleister mit offener Bargeldkasse werden sich nun die Frage stellen, ob sie künftig verpflichtet sind, mit einem elektronischen Kassensystem zu arbeiten. Die Antwort ist: Nein! Eine solche Vorschrift existiert nicht.
Allerdings empfiehlt es sich in den meisten Fällen, denn die Einhaltung aller Vorschriften in diesem Bereich ist aufwändig. Die offene Ladenkasse verlangt einen täglichen Kassenbericht nach genauen Vorschriften und Regelungen. Lassen Sie sich hier unbedingt von einem Fachmann beraten. Ein elektronisches Aufzeichnungssystem kann eine Entlastung sein.

STRAFEN BEI VERSTÖßEN

Wer die neuen Vorgaben zur Belegausgabe, zur zertifizierten TSE und zur Meldung beim Finanzamt nicht einhält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss unter Umständen hohe Strafen zahlen. Es lohnt sich also, schnell auf ein sicheres und einfach zu bedienendes System wie die POS Kasse von SoftENGINE umzusteigen. Der Aufwand ist gering, der Nutze umso höher!

Zertifizierte TSE-Hardware von Swissbit bei SoftENGINE im Einsatz

Strafen müssen Sie mit der SoftENGINE Kasse nicht befürchten, denn diese ist schon seit Beginn des Jahres mit der zertifizierten TSE-Hardware von dem Anbieter für Sicherheitslösungen Swissbit, ausgestattet und somit bestens für die Kassensicherungsverordnung gerüstet.

Im nachfolgenden Dokument belegen wir die rechtsgeprüfte Zertifizierung unseres Partners Swissbit für die TSE 2020.
Zertifikat nach Technischen Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik

Weitere Infos zur Kassensicherungsverordnung (TSE 2020) gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und beim Bundesministerium für Finanzen.